DER MODERATOR
Fernsehpastor Jan Dieckmann moderiert Tacheles. Er spricht im Interview über die Integration, bewegende Momente bei Tacheles und der Frage nach welchen Werten wir leben wollen.
Aktuelle Sendung
Wirtschaft und Werte: Kann denn Wachstum Sünde sein?
Marktkirche:
19.6.2012, 19 Uhr
Phoenix:
24.6.2012 13.00 Uhr
24.6.2012 00.00 Uhr
MIT:
> Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, Ehemals Bischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
> Mario Ohoven,
Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft
> Jutta Sundermann,
Attac Deutschland
> Prof. Dr. Utz Claassen,
Unternehmer
WER TACHELES TRÄGT
Evangelische Kirche in Deutschland Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Klosterkammer Hannover Evangelische Kirche im NDR
Medienpartner
Mitreden
Wirtschaftswachstum als Leitgröße: Ist immer mehr immer besser?
tacheles im radio
Pro & Contra
Schüren Medien Islamfeindlichkeit?
PRO: "Fatale Lust am Tabubruch" kritisiert der Autor Kay Sokolowsky in seiner Kolumne für Tacheles online und in seinem Buch "Feindbild Moslem". > mehr dazu
CONTRA: "Medien müssen zuspitzen" entgegnet der Bischof Gerhard Ulrich von der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche.
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Religionsklischees in den Medien

Von muslimischen Schlägern und christlichem Missbrauch

Religion, Medien und Klischees: Streit am roten Tisch.

Schüren Medien mit ihrer Berichterstattung Islamfeindlichkeit? Wie fair ist die Berichterstattung über die Kirchen etwa in der aktuellen Missbrauchsdebatte? Darüber stritten der nordelbische evangelische Bischof Gerhard Ulrich, der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir, der Welt-Herausgeber Thomas Schmid, der Autor Kay Sokolowsky („Feindbild Moslem“) und die deutsch-türkische Schauspielerin Nursel Köse (aktuell zu sehen im Kinofilm „Die Fremde“). Wir haben die Debatte in Auszügen dokumentiert.

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Religion, Medien und Klischees

Zwischen Feindbildern und Vorbildern

Zu Gast bei Tacheles: Der nordelbische Bischof gerhard Ulrich, Foto: Arendt Schmolze

In den Medien sieht der Islam düster aus: Tief verschleierte Frauen, Ghettos und Gewalt. Oder wird die Angst vor allem vor dem Islam gezielt geschürt? Auch die Kirchen sind vor Kritik nicht sicher: Den katholischen Klerus prangerte der Spiegel als „die Scheinheiligen“ an. Prominente wie die frühere Bischöfin Margot Käßmann wurden erst zu Lichtgestalten stilisiert und dann mit Spott überzogen. Wie gehen Medien mit Religion um, wie bilden sie Klischees? Darüber redeten Tacheles: Brischof Gerhard Ulrich, Cem Özdemir und weitere Gäste.

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Tacheles-Streitgespräch

Schüren Medien Islamfeindlichkeit?

 

PRO

Kay Sokolowsky: Fatale Lust am Tabubruch

Foto: Martina Bendler

Man stelle sich einmal vor, nicht in der katholischen Kirche wären zahllose Fälle von physischer Gewalt und sexueller Nötigung passiert, sondern in Moscheen und Koranschulen, begangen von Imamen statt von Prälaten. Können Sie sich ausmalen, welche antimuslimischen Schlagzeilen dann zu lesen wären? Niemand kommt auf die absurde Idee, alle Katholiken als Päderasten zu beschimpfen, das Christentum an sich für die Taten verantwortlich zu machen. Begeht jedoch ein Muslim ein Verbrechen, einen "Ehrenmord" zum Beispiel, werden dafür sogleich alle Muslime und ihre Religion in Haftung genommen.

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Contra

Bischof Gerhard Ulrich: Medien müssen zuspitzen

Foto: Arendt Schmolze

Wir machen es uns viel zu einfach, wenn wir den Medien die alleinige Schuld an Islamfeindlichkeit in unserer Gesellschaft geben. Das Problem liegt vielmehr darin, dass wir zu wenig vom Islam wissen. Deswegen ist der Raum für Fantasien und für Sensationslust besonders groß. Natürlich greifen Medien bevorzugt das Besondere und das Erschreckende auf. Dazu zählen Ereignisse wie Ehrenmord oder Zwangsheirat. Die Rolle der Medien liegt aber darin, kritisch hinzugucken und zuzuspitzen. Das heißt: Medien müssen klare Aussagen machen.

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DIE ANGST VOR DEM ISLAM IN DEUTSCHLAND

Tücher, Terror, Taliban

Moscheen und Minarette wecken bei vielen Deutschen Ängste. (Foto: Lena Juppe)

Jeder dritte Deutsche macht sich große Sorgen darum, der Islam könne sich in unserer Gesellschaft zu stark ausbreiten. Dies ergab eine Umfrage des Instituts für Wahl- und Politikforschung Infratest dimap.
Woher kommt diese Angst und wogegen richtet sie sich genau?

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Cem Özdemir im Interview

„Tacheles kann auf die Zwischentöne eingehen“

Er ist der Parteichef der Grünen, war der erste Bundestagsabgeordnete mit türkischem Migrationshintergrund und nennt sich selber einen Taufschein-Muslimen: Cem Özdemir. Im Interview mit Tacheles – Talk am roten Tisch sprach er im Vorfeld der neuen Staffel über den Islam in Deutschland, über Tacheles und über Gemeinsamkeiten von Christen und Muslimen. Sein Wunsch: „Die Religionsgemeinschaften sollten sich künftig nicht so sehr darüber streiten, wer den kürzeren Draht zum Schöpfer hat, sondern darüber, wer mehr für die Bewahrung der Schöpfung tut.“

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