DER MODERATOR
Fernsehpastor Jan Dieckmann moderiert Tacheles. Er spricht im Interview über die Integration, bewegende Momente bei Tacheles und der Frage nach welchen Werten wir leben wollen.
Aktuelle Sendung
Wirtschaft und Werte: Kann denn Wachstum Sünde sein?
Marktkirche:
19.6.2012, 19 Uhr
Phoenix:
24.6.2012 13.00 Uhr
24.6.2012 00.00 Uhr
MIT:
> Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, Ehemals Bischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
> Mario Ohoven,
Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft
> Jutta Sundermann,
Attac Deutschland
> Prof. Dr. Utz Claassen,
Unternehmer
WER TACHELES TRÄGT
Evangelische Kirche in Deutschland Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Klosterkammer Hannover Evangelische Kirche im NDR
Medienpartner
MITREDEN
Bundeswehr in Afghanistan: Krieg für einen gerechten Frieden?
Tacheles im TV
tacheles im radio
Pro & Contra
Frieden schaffen mit verstärktem Militäreinsatz in Afghanistan?
Pro: "Sicherheit kann man nur mit mehr Militär schaffen" fordert Prof. Dr. Wolffsohn der Universität der Bundeswehr. mehr dazu
Contra: "Der Frieden wird nur zivil gewonnen" meint der evangelische Militärbischof Dr. Dutzmann. mehr dazu

Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Universität der Bundeswehr

Pro: "Sicherheit kann man nur mit mehr Militär schaffen"

Fordert mehr Militär in Afghanistan: Prof. Dr. Wolffsohn.

„Nur wenn der militärische Einsatz der Bundeswehr aufgestockt wird, ist eine positive Wende in Afghanistan in Sicht. Denn ohne Sicherheit wird es auch keine wirtschaftliche Entwicklung geben - und ohne Militär keine Sicherheit. Somit geht es nicht um die Frage „Raus aus Afghanistan?“. Es geht darum, diejenigen zu schützen, die uns in Afghanistan schützen: Unsere Soldaten.

Langfristig führt kein Weg daran vorbei, auch mit den Taliban zu verhandeln. Doch noch sind sie dazu nicht bereit. Deshalb muss der militärische Einsatz gegen die Taliban dramatisch verstärkt werden. Gleichzeitig muss man ihnen eine politische Perspektive bieten nach dem Motto: „Wer nicht kämpft und nicht (!) tötet, wird gefördert.“ Allein durch die Bekämpfung der Armut mit ziviler Hilfe kann man den Terrorismus nicht bekämpfen.

Die Innenpolitik Afghanistans geht uns weniger als nichts an. Über ihr Schicksal haben die Afghanen zu entscheiden, nicht wir. Der Einsatz von Militär ist nur mit der Verhinderung von Terror, Selbstverteidigung und humanitärer Intervention  zu rechtfertigen.

Afghanistan und gerade auch Pakistan dürfen keine Territorialbasis des internationalen Terrorismus sein. Taliban und al-Qaida missbrauchen die Religion als politisches Instrument. Religion ist für Menschen und Menschenleben – nicht gegen Menschen und Menschenleben. Um dies zu beenden brauchen wir mehr militärisches Engagement.“